Donnerstag, 30. September 2010
Marwan Barghouti a peaceman
This story was shot in March 2010. Marwan Barghouti is a Palestinian leader who has been jailed in Israel since 2002.
The Palestinian Territories (West Bank and Gaza) is divided between two rivaling political parties (Fatah and Hamas) - which makes reaching peace agreement with Israel more complicated. Barghouti has been labeled by some as the only person who can reunite the Palestinians, and be a leader that all will follow.
This story was made by Yermi Brenner for the Video Journalist Movement (http://www.vjmovement.com/truth/651) and was also presented in Yermi's blog (http://www.huffingtonpost.com/yermi-brenner/barghouti-palestinian-ter_b_517467.html).
Donnerstag, 22. Juli 2010
MIRAL
INHALT • MIRAL (2010)
1948 begegnet die Palästinenserin Hind Husseini in Jerusalem 55 Waisenkindern. Da die Gegend aufgrund des anhaltenden Krieges sehr gefährlich war, schickte sie die Kinder nach Hause. Als sie wenig später wieder vorbei kam, standen die Kinder immer noch an eben jener Stelle, denn sie hatten kein Zuhause mehr, in das sie gehen könnten. Ihre Familien wurden kurz zuvor bei einem Massaker getötet. Hind Husseini brachte die Kinder in ihre Frauen-Hilfsorganisation und gab ihnen Schutz, Trost und Nahrung. Dies war die Geburtsstunde des Dar Al-Tifl Waisenhauses in Jerusalem, dass schon wenige Monate später mehr als 2000 Kriegswaisen beherbergte.
Miral ist eine von ihnen. Das siebenjährige Mädchen wird in das Waisenhaus geschickt, nachdem ihre Eltern ums Leben kommen. Nachdem sie sicher in den Mauern des Kinderheimes angelangte, ahnt sie nichts mehr von den Unruhen, die außerhalb dieses geschützten Bereiches vor sich gehen. Als sie mit 17 Jahren beginnt, als Lehrerin in einem Flüchtlingscamp zu arbeiten, wird sie mit der Realität konfrontiert. Hier erst lernt sie die Kämpfe kennen, welche das palästinensische Volk Tag für Tag austragen muss. Als sie sich in den politischen Aktivisten Hani verliebt, muss sie sich bald entscheiden, für welche Ideale sie kämpfen will: für den Kampf ihres Volkes um eine Zukunft oder für die Überzeugung ihrer Ziehmutter Hind, dass langfristig allein Bildung der Menschen zu einem echten Frieden führen kann.
Hintergrund zu MIRAL
MIRAL zeigt uns den Alltag des israelisch-palästinensischen Konflikts anhand einer wahren Geschichte. Der Film basiert auf einem Drehbuch von Rula Jebreal, welches auf seinem Roman "Die Straße der Blumen"
über die wahre Geschichte von Hind Husseini und dem Dar Al-Tifl Waisenhaus beruht.
Julian Schnabel behandelt dafür eine Zeitspanne, die sich von der Teilung Palästinas 1948 bis ins Jahr 1995 erstreckt. In den Hauptrollen sind neben Willem Dafoe und Freida Pintoauch Hiam Abbass, Alexander Siddig und Makram Khoury zu sehen."
Infos zu Miral (2010)
Film-Infos
Drehorte: Grossbritannien, Palästina, Frankreich 2010
Genre: Drama
Kinostart: 18.11.2010
Verleih: Pathé Films
The Internet Movie database (IMDb)
Der Abspann
| Regie Julian Schnabel Drehbuch Rula Jebreal (Buch) Rula Jebreal Kamera Eric Gautier Schnitt Juliette Welfling Produktion Jon Kil
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Mittwoch, 21. Juli 2010
Antrag an den Bundesrat

An:
Hausanschrift: Leipziger Straße 3-4 10117 Berlin Postanschrift: 11055 Berlin
Telefon: 030 18 9100-0 (Internetredaktion: -172) Fax: 030 18 9100-198 E-Mail: internetredaktion@
Sehr geehrte Damen und Herren,
Der Bundesrat wird aufgefordert, sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bei den zuständigen Stellen des israelischen Staates für die umgehende Entlassung von Marwan Barghouti einzusetzen.
Begründung
Mit der Verhaftung, Gefangenhaltung und Folterung von Marwan Barghouti verletzt Israel das Völkerrecht, die Menschenrechte sowie das Osloer Abkommen. Barghouti wurde am 15. April 2002 aufgrund seiner Führungsrolle in der palästinensischen Intifada gegen Israels Besatzung, die völkerrechtlich zulässig ist, verhaftet. Am 5. September 2002 begann die Gerichtsverhandlung, und Barghouti wurde am 6. Juni 2004 zu 5-facher lebenslänglicher plus 40 Jahre Haft verurteilt.
Barghouti wurde in Ramalah verhaftet, einer Stadt, die durch das Osloer Abkommen der Zone A angehört, d. h. vollständig unter palästinensische Rechtsprechung fällt. Eine Verhaftung ist in diesem Fall nur zulässig, wenn ein Individuum unter dringendem Verdacht steht, soeben ein Attentat innerhalb Israels verübt zu haben. Diesfalls muss Israel den Verhafteten der palästinensischen Polizei ausliefern. Oder wenn ein Individuum im Verdacht steht, gegen Israelis oder in Israel ein Attentat verübt zu haben. Diesfalls bestimmte das Legal Committee gemäss Osloer Abkommen, wo der Prozess geführt wird. Israel fällt indessen die Entscheidung nicht zu (Osloer Abkommen, Interim Agreement - Übergangsabkommen, Annex IV, Art. 4).
Gleichzeitig verletzen die Verhaftung Barghoutis in Ramalah und die Überführung in ein Gefängnis in Israel Artikel 49 der IV. Genfer Konvention.
Schliesslich verletzt die Verhaftung und Inhaftierung universelle Erklärungen der Menschenrechte und andere Menschenrechtsabkommen, die Israel unterzeichnet hat. Barghouti wurde physisch und psychisch misshandelt, während 100 Tagen gefoltert, menschenverachtende und widerrechtliche Shebe-Verhör-Methoden (vier Tage Sitzen auf einem Stuhl mit hinter dem Rücken zusammengebundenen Händen), Schlafentzug und andere körperliche Misshandlungen kamen zur Anwendung.
Barghouti wurde 1996 in den Palestinian Legislative Council gewählt. Überdies ist er Generalsekretär der Fatah in der West Bank.
Im August 2009 wurde er in das Zentralkomitee der Fatah gewählt
Für die umgehende Freilassung Barghoutis setzen sich namhafte Persönlichkeiten der Weltgesellschaft wie Nelson Mandela oder der portugiesische Literaturnobelpreisträger Samarago öffentlich ein.
Barghouti ist heute einer der beliebtesten Politiker Palästinas, was Umfragen klar bestätigen. Für viele gilt er als einer der kommenden Führer des palästinensischen Volkes. Er spielt im Friedensprozess eine zentrale Rolle.
Es obliegt Deutschland, sich im Rahmen ihrer Bestrebungen für einen gerechten Frieden und Beendigung der Besetzung etwa im Zusammenhang mit der Genfer Initiative als wichtigen Bestandteil des Friedensprozesses für die umgehende Haftentlassung Barghoutis einzusetzen.
